Transporteffizienz im Stadtverkehr: Hybrid-Technologie von MAN
Die MAN Hybrid-Technologie ist eine Innovation für den städtischen Linienbetrieb und Verteilerverkehr. Bei Lkw und Bussen mit konventionellem Dieselantrieb wird die Bremsenergie in Wärme umgewandelt und bleibt dabei ungenutzt. Das dieselelektrische Antriebskonzept der MAN-Hybridfahrzeuge verbindet minimale Emission mit größtmöglicher Wirtschaftlichkeit und trägt damit zu mehr Transporteffizienz im Stadtverkehr bei.
Der MAN Lion´s City Hybrid – die Innovation für den Linienverkehr
Das ständige Abbremsen an zahlreichen Bushaltestellen im Linienbetrieb ist eine optimale Voraussetzung für den Einsatz des MAN Lion´s City Hybrid. Die gespeicherte Bremsenergie wird im Hybridbus umgewandelt und für ein voll elektrisches Anfahren aus der Haltestelle genutzt. Wartende Fahrgäste werden so weitgehend von Lärm und Abgasen verschont. Damit werden nicht nur Ressourcen geschont, sondern CO2- und Schadstoff-Emissionen auf ein Minimum reduziert. Bis zu 30 Prozent weniger Kraftstoffverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Dieselantrieben wurden beim regulären Linieneinsatz einiger Prototypen erzielt.
Für die Realisierung des MAN Lion´s City Hybrid wurde das dieselelektrische Antriebskonzept mit einem elektrischen Hochleistungsspeicher kombiniert. Über ein integriertes Energiemanagement werden dabei die Energieflüsse zwischen Speicher und Antriebssystem gesteuert. Dies führt zu einem effizienten Systemverhalten mit einer deutlichen Kraftstoffverbrauchsreduzierung. Als Bremsenergiespeicher werden Hochleistungskondensatoren neuester Technologie (sogenannte Ultracaps) eingesetzt. Diese zeichnen sich gegenüber anderen Energiespeichern, wie Batterien oder Schwungradspeichern, durch ihre besonders hohe Leistungsdichte, hohe Leistungsaufnahmefähigkeit, hohen Wirkungsgrad, Zuverlässigkeit sowie Wartungsfreiheit aus.
Auch der Einsatz von Biokraftstoffen der zweiten Generation ist im MAN Lion´s City Hybrid möglich. Bis zu zehn Tonnen Treibhausgasemissionen ließen sich damit bei einer Fahrleistung von durchschnittlich 60.000 Kilometern im Jahr einsparen.
Umweltfreundlich in die Zukunft
Die Vorteile des MAN Lion´s City Hybrid
- Bis zu 30 Prozent weniger Kraftstoffverbrauch
- Optimale Luftführung durch neues EfficiencyDesign
- Keine Geräusch- und Abgasemissionen an Haltestellen
- Schonung von Ressourcen
- Wartungsfreie, auf Fahrzeuglebensdauer ausgelegte Bremsenergiespeicher (Ultracaps)
- Eignung für Biokraftstoffe der zweiten Generation
Der MAN TGL 12.220 Hybrid: Kraftstoffeffizienz für den Verteilerverkehr
Für Verbrauchsschonende Transportaufgaben im Güternahverkehr präsentierte MAN auf der IAA Nutzfahrzeuge 2008 den MAN TGL Hybrid. Besonders im Verteilerverkehr, der sich durch längere Fahrten mit regelmäßigen Stopps auszeichnet, erreicht der TGL Hybrid mit paralleler Hybridtechnik höhere Wirkungsgrade. Der Zwölftonner ist ausgestattet mit einem EEV-Vierzylindermotor mit 220 PS und einem 60 kW starken Elektromotor als Starter-Generator im Antriebsstrang. Elektrisches und damit kraftstoffarmes Fahren wird durch eine Kupplung erreicht, die den Elektromotor und das Getriebe vom Verbrennungsmotor trennt.
Beim TGL Hybrid gehen die MAN-Techniker von einem Kraftstoffeinsparpotential von bis zu 15 Prozent aus. Die Start-Stopp-Automatik spart bei den Leerlaufzeiten Kraftstoff und das elektrische Anfahren mit Bremsenergie beim verbrauchsintensiven Beschleunigen. Einen ersten Hybrid-Verteilerlastwagen mit Kurbelwellen-Starter-Generator präsentierte MAN bereits im Jahr 2001. 2006 wurde der TGL Hybrid mit EDA, einem elektrodynamischen Anfahrelement vorgestellt. Die Umsetzung des TGL Hybrid in Serie strebt MAN mittelfristig an.

