MAN Nutzfahrzeuge bei der Rallye Dakar
Eine Erfolgsgeschichte
Bei der Rallye Dakar 2005 startete erstmals das niederländische Exact-MAN Team mit zwei TGA in der Rennwertung gegen die Übermacht der Prototyp-Rennboliden von Kamaz und Co. Hans Stacey fuhr auf dem ersten TGA Race-Truck lange Zeit mit guten Etappenergebnissen unter den Top Ten, bis ihn ein Defekt stoppte. Das zweite Fahrzeug wurde vom Team nach einem Unfall auf der fünften Etappe aus der Wertung genommen.
Das Potenzial der technisch weiterentwickelten TGA Race-Trucks stellte das Exact-MAN Team bei der Dakar 2006 eindrucksvoll unter Beweis. Mit fünf Etappensiegen und dem zweiten Platz in der Lkw-Gesamtwertung feierte das niederländische Team bei der 28. Ausgabe des Wüstenklassikers einen großen Erfolg. Die beiden TGA Race-Trucks mit Hans Stacey und Franz Echter am Steuer lieferten sich mit den Prototypen von Kamaz, Hino und Tatra ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen auf der mehr als 9000 Kilometer langen Route von Lissabon nach Dakar.
Nur ein Unfall auf der 9. Tagesetappe kostete Stacey und Echter mehrere Stunden Zeit und verhinderte eine noch bessere Platzierung der beiden Teams. Echter half Stacey bei der Bergung seines umgestürzten Trucks und baute aus dem eigenen TGA Teile aus, damit Stacey den Kampf um einen Podiumsplatz so schnell wie möglich wieder aufnehmen konnte.
Bei der Dakar 2007 schließlich schafften die „fliegenden Holländer" den erhofften Sieg: Hans Stacey fuhr mit seinem MAN TGA Race-Truck 3:10:52 Stunden vor dem Zweitplatzierten souverän ins Ziel. Der große Erfolg basierte auf einer konstant starken Leistung von Fahrer und Technik. Stacey gewann fünf der 13 Lkw-Etappen und war seit dem 5. Tourtag nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Der zweite MAN TGA Race-Truck – ebenfalls vom Exact-MAN-Team – wurde von Philippe Jacquot (F) gesteuert. Er erreichte einen hervorragenden 6. Platz in der Lkw-Gesamtwertung. Als Assistenzfahrzeug für das Exact-MAN Team wurde der neue TGA 18.480 eingesetzt. Franz Echter fuhr ihn auf den 10. Platz.
Dakar 2008 von Veranstalter abgesagt
Aufgrund dringender Empfehlung der französischen Regierung haben die Veranstalter der Rallye Dakar die Entscheidung getroffen, die Auflage 2008 der Rallye, die vom 5. bis 20. Januar zwischen Lissabon und der senegalesischen Hauptstadt ausgetragen werden sollte, abzusagen. Grund sind direkte Drohungen, die von terroristischen Strömungen gegen die Rallye ausgesprochen wurden.
Fred van Putten, Teammanager des MAN Dakar Teams: "Wie jeder andere hier auch sind wir außerordentlich enttäuscht. Jedoch müssen wir die Entscheidung der Organisation respektieren. Solche Bedrohungen dürfen nicht unterschätzt werden, trotz aller Enttäuschung. Wir sind uns sicher, auch in Zukunft im Rallye-Sport aktiv zu bleiben. Es ist schlimm, dass die wichtigste Rallye, die Rallye Dakar, abgesagt wurde. Aber die Sicherheit muss die höchste Priorität haben."



