Rallye Weblog
MAN Reporter Richard Kienberger live von der Rallye
18.01.2007
Glasschäden
„Das sind keine richtigen Lastwagenstrecken!" In dieser Einschätzung der zwölften Sonderprüfung waren sich die drei MAN-Fahrer Stacey, Jaquot und Echter einig. Nach der Rückkehr ins Biwak in Kayes (Mali) musste die Servicecrew zahlreiche Glasschäden beheben. Vor allem neue Aussenspiegel – komplett mit Rahmen oder auch nur das Spiegelglas – waren gefragt. Auf der Etappe standen die Bäume so eng, dass die großen Fahrzeuge Mühe hatten, sich zwischen der üppigen Vegetation einen Weg zu bahnen. „Auf so einer Strecke findet man einfach keinen vernünftigen Rhythmus," ärgerte sich Franz Echter, nachdem er die Etappe erfolgreich absolviert hatte.
Das Krankenrevier ist im MAN-Paddock inzwischen geschlossen, sowohl Echter als auch Charly Gotlib sind inzwischen wieder genesen. So konnte Hans Stacey diese drittletzte Etappe der 29. Rallye Dakar ohne Handicap angehen, was sich in einem erneuten Tagessieg des Holländers niederschlug. Stacey führt das Lkw-Klassement immer noch mit komfortablem Vorsprung an. Allerdings kann auf den ausstehenden beiden Wertungsprüfungen noch viel passieren. Philippe Jaquot kann davon inzwischen ein längeres Lied singen, der Franzose wurde auf der 12. Wertungsprüfung einmal mehr durch einen Reifenschaden aufgehalten und fiel entsprechend zurück.
Für Stacey geht es jetzt darum, kein unnötiges Risiko einzugehen – dann hat der Fahrer des roten MAN mit der Startnummer 501 gute Chancen, die Ehrenrunde am Lac Rose in Dakar als Gewinner zu absolvieren.
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17.01.2007
Fast ein Ruhetag
Das Exact MAN Team war sichtlich erleichtert über die aus Sicherheitsgründen kurzfristig geänderte Streckenführung. (Die eigentlich vorgesehene Etappe von Nema nach Timbuktu war gestrichen und der Zeitplan entsprechend geändert worden.) Denn so kamen die Teilnehmer am Mitwoch der zweiten Dakar-Woche (fast) in den Genuss eines Ruhetags. Lediglich rund 300 Kilometer Verbindungsstrecke waren zu bewältigen. Am Vortag hatte Hans Stacey die 11. Etappe, eine 366 Kilometer lange Runde mit Start und Ziel bei Nema, zwar als erster Lkw-Pilot in Angriff genommen. Doch der Rest des Tages verlief für den Führenden des Lkw-Klassements nicht wie geplant: Auch Staceys Beifahrer Charly Gotlib hatte sich den Magen verdorben. Was zu Hause vielleicht einigermassen harmlos verläuft, hat hier aufgrund der besonderen Strapazen bei der Dakar-Rallye meist viel schlimmere Auswirkungen. Wegen der Unpässlichkeit seines Beifahrers musste Stacey während der Wertungsprüfung dreimal anhalten und fiel entsprechend zurück. Nach der Rückkehr vom Renneinsatz wurde Gotlib im Medical Center behandelt.
Anstelle von Stacey überquerte der rote MAN mit der Startnummer 508 mit Philippe Jaquot am Steuer als erster Lastwagen die Ziellinie, in der Tageswertung rangierte Jaquot auf Platz vier.
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15.01.2007
Die Härte der 29. Dakar-Rallye lässt weiterhin nichts zu wünschen übrig. Nach dem Ruhetag in Atar folgten zwei weitere beinharte Etappen. Nach der Sonderprüfung von Tichit nach Nema gab es im Bivouac vor allem ein viel diskutiertes Thema – den geradezu brutalen Einbruch des VW-Teams, dessen Ambitionen auf diesem 494 Kilometer langen Teilstück buchstäblich pulverisiert wurden.
Bei den Trucks bleibt Hans Stacey weiterhin auf Kurs. Auch wenn der Holländer die neunte Wertung „nur“ als zweiter beendete, ist er im Augenblick der klare Favorit in der Schwergewichtsklasse, wobei diese Klassifikation gerade bei der Dakar-Rallye aufgrund der zahlreichen Unwägbarkeiten eigentlich fehl am Platz ist: Das erfuhr auch Teamkollege Jaquot, der nach dem Ruhetag aussichtsreich als zweiter Lkw ins Rennen ging. Der Franzose verlor aber schon nach wenigen Kilometern in der steinigen Anfangsphase der Sonderprüfung viel Zeit, als er mit seiner Crew erneut einen Reifen- und Felgenschaden beheben musste.
Franz Echter wiederum war in den letzten Tagen nicht zu beneiden. Er hatte sich am Ruhetag einen „Darmschaden“ mit entsprechenden Nebenwirkungen eingefangen und quälte sich mit seinem schnellen Servicetruck „am Limit“ durch die schweren Sonderprüfungen. Umso bemerkenswerter ist das Resultat, das die Echter-Crew einfuhr: Auf der Etappe nach Nema erkämpften sie sich den 9. Platz in der Truck-Wertung.
Nachdem die weitere Streckenführung im Gegensatz zur ursprünglichen Planung geändert wurde – ausschlaggebend dafür waren angeblich Sicherheitsgründe – steht die Rallye-Karawane jetzt zwei Tage auf dem Flugfeld von Nema. Am Dienstag fahren die Teilnehmer eine Wertungsetappe mit Start und Ziel unweit von Nema, am Mittwoch steht für alle Teilnehmer nur eine Verbindungsetappe ohne Sonderprüfung auf dem Programm. Hans Stacey hofft, die dann folgende Endphase der Rallye weiterhin problemlos zu bewerkstelligen.
Bei den Trucks bleibt Hans Stacey weiterhin auf Kurs. Auch wenn der Holländer die neunte Wertung „nur“ als zweiter beendete, ist er im Augenblick der klare Favorit in der Schwergewichtsklasse, wobei diese Klassifikation gerade bei der Dakar-Rallye aufgrund der zahlreichen Unwägbarkeiten eigentlich fehl am Platz ist: Das erfuhr auch Teamkollege Jaquot, der nach dem Ruhetag aussichtsreich als zweiter Lkw ins Rennen ging. Der Franzose verlor aber schon nach wenigen Kilometern in der steinigen Anfangsphase der Sonderprüfung viel Zeit, als er mit seiner Crew erneut einen Reifen- und Felgenschaden beheben musste.
Franz Echter wiederum war in den letzten Tagen nicht zu beneiden. Er hatte sich am Ruhetag einen „Darmschaden“ mit entsprechenden Nebenwirkungen eingefangen und quälte sich mit seinem schnellen Servicetruck „am Limit“ durch die schweren Sonderprüfungen. Umso bemerkenswerter ist das Resultat, das die Echter-Crew einfuhr: Auf der Etappe nach Nema erkämpften sie sich den 9. Platz in der Truck-Wertung.
Nachdem die weitere Streckenführung im Gegensatz zur ursprünglichen Planung geändert wurde – ausschlaggebend dafür waren angeblich Sicherheitsgründe – steht die Rallye-Karawane jetzt zwei Tage auf dem Flugfeld von Nema. Am Dienstag fahren die Teilnehmer eine Wertungsetappe mit Start und Ziel unweit von Nema, am Mittwoch steht für alle Teilnehmer nur eine Verbindungsetappe ohne Sonderprüfung auf dem Programm. Hans Stacey hofft, die dann folgende Endphase der Rallye weiterhin problemlos zu bewerkstelligen.
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13.01.2007
Der Ruhetag in Atar
Ruhetag: Eigentlich der falsche Name für den Tag, der die Halbzeit bei der Dakar-Rallye markiert. Denn die Teams haben alle Hände voll zu tun, um ihre jeweiligen Renngeräte rechtzeitig vor dem Auftakt zur zweiten Hälfte der Marathonveranstaltung wieder fit zu bekommen. Traditionell kommt zum Ruhetag - in diesem Jahr pausiert der Rallye-Tross in Atar - eine MAN-Servicecrew, um bei Bedarf die zahlreichen Teams zu unterstützen, die mit MAN Renn- oder Servicefahrzeugen an der Rallye teilnehmen.
Beim Ruhetag wurde aber auch ein erstes Fazit gezogen. Bis jetzt schlagen sich die drei MAN-Piloten Hans Stacey, Philippe Jaquot und Franz Echter hervorragend. An den Fahrzeugen sind bis dato keine aussergewöhnlichen Probleme aufgetreten – eine gewisser Materialverschleiss ist bei dieser Rallye allerdings unvermeidlich. Nachdem am Tag zuvor die holländischen Mit-Favoriten Jan und Gerard de Rooy das Rennen aufgrund von Motorschäden aufgegeben hatten, lobte Hans Stacey die Überzeugungsarbeit von Stefan Holzmann, dem Gesamtverantwortlichen für die Dakar-Aktivitäten von MAN, und Motorentechniker Artur Klein, der ebenfalls nach Atar gekommen war.
Aufgrund von deren Überzeugungsarbeit sind die MAN-Rennmotoren leistungsmässig nicht völlig ausgereizt, „es kam uns viel mehr auf die Standfestigkeit an," sagte Klein. Ein Konzept, das bis dato hervorragend funktioniert.
Ausserdem geben die MAN-Fahrzeuge auch auf den Fotos der zahlreichen Journalisten, die den Rallye-Tross begleiten, ein gutes Bild ab. Während viele Konkurrenten vor allem in den Beschleunigungspassagen den verpönten Schwarzrauch ausstossen, trübt bei den vom holländischen Tridec-Team eingesetzten MAN keine Wolke das Bild.
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11.01.2007
Nach der zeitraubenden Fahrt durch das Grenzgebiet von Marokko und Mauretanien stand für die Starter bei der Dakar-Rallye am Donnerstag die erste mauretanische Etappe auf dem Programm. Auch für die Besatzungen der Servicecrews gab es diesmal wenig zu sehen – ausser Sand und Steinen im Überfluss. Der karge Landstrich ist offenbar nicht gemacht für Menschen, auf der mehr als 700 Kilometer langen Verbindungsetappe bis zum Ziel in Zouerat passierte der Konvoi gerade einmal ein Dorf. Unweit der Wüstensiedlung war auch der Start für die SS 6, die sechste Wertungsprüfung. Es war eine ziemlich schnelle Etappe, Franz Echter benötigte für die gut 400 Kilometer lange Wertungsprüfung mit seinem schnellen TGA Servicetruck gerade einmal viereinhalb Stunden. Hanns Stacey, der als erster Truckpilot ins Rennen ging, wurde zum zweiten Mal bei der Dakar 2007 mit der schnellsten Zeit in der Schwergewichtsklasse gestoppt. Sein Kollege Jaquot folgte mit geringem Abstand auf Platz vier. Die identischen Platzierungen nehmen die beiden MAN-Fahrer des holländischen Exact MAN Teams auch im Gesamtklassement ein. Stacey führt mit derzeit knapp 49 Minuten Vorsprung vor seinem holländischen Landsmann Gerard de Rooy, Joquot folgt auf Rang fünf, Franz Echter liegt an 15. Position. Den Beginn der letzten Etappe vor dem Ruhetag konnte der Franzose Jaquot sogar als Drittplatzierter der Truckwertung angehen: Vater und Sohn de Rooy(Ginaf/DAF) gaben das Rennen in Zouerat aufgrund von Motorschäden an ihren Wettbewerbsfahrzeugen auf.
Die Etappe verlangt den Teams einiges ab, denn ein heftiger Wind sorgt für einen mittleren Sandsturm, bei dem das Navigieren schon auf den ersten Kilometern zum Glücksspiel wurde.
Die Etappe verlangt den Teams einiges ab, denn ein heftiger Wind sorgt für einen mittleren Sandsturm, bei dem das Navigieren schon auf den ersten Kilometern zum Glücksspiel wurde.
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10.01.2007
Am heutigen Morgen erwartete den Dakar-Tross auf der nächtlichen Verbindungsetappe eine Überraschung: Es begann zu regnen, die Wüste verwandelte sich in ein Schlammloch. Dementsprechend "maskiert" kamen die Fahrzeuge beim Start zur sechsten Etappe, nunmehr schon in Mauretanien, an.
Am gestrigen Tag übernahm Hans Stacey die Führung im Lkw-Klassement, doch so richtig freuen mochte er sich darüber nicht: Sein bis dato härtester Konkurrent, der russische Kamaz-Fahrer Chagin, musste nach einem schweren Unfall das Rennen aufgeben. Stacey meinte nach der erfolgreich absolvierten Etappe nur: "Vor uns liegt noch ein langer Weg!"
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08.01.2007
3. Etappe - Steiniges Afrika
„Das Fahrzeug ist hervorragend, aber ich habe meinen Rhythmus noch nicht ganz gefunden.“ So lautete Hans Staceys Kommentar nach der dritten Etappe der 29. Dakar-Rallye. „Ich wollte kein unnötiges Risiko eingehen und habe deshalb den Kamaz passieren lassen,“ sagte der Niederländer nach der sehr steinigen Sonderprüfung in Marokko. Trotzdem ist er mit der Teamleistung mehr als zufrieden: „Wir haben zwei Fahrzeuge in den Top Four, es gibt keinerlei Probleme, die Abstände sind sehr klein und Franz Echter hat sich heute auch weiter nach vorne arbeiten können.“ Echter wiederum sah das im Detail anders, es hätte für ihn und seine Crew eigentlich noch etwas besser laufen können – aber der schnelle Servicetruck hatte auch auf der dritten Etappe das Pech buchstäblich an den Reifen kleben. Zwar funktionierte diesmal der Start reibungslos, doch nachdem der MAN-Versuchsmeister „eine halbe Stunde hinter einem langsamen Dreiachser festhing, ehe sich eine Lücke auftat“, folgte unmittelbar nach dem Überholmanöver erneut ein Zwangsstopp am Rand der Piste: Wie schon in der ersten Etappe hatte Echters MAN mit der Startnummer 516 einen „Plattfuss“.
Den mussten die drei Besatzungsmitglieder erst einmal reparieren, ehe sie den Rest der Sonderprüfung angehen konnten. Dass sich das Trio trotzdem erheblich verbessern konnte, spricht für die Qualitäten von Echter und seinen Beifahrern Detlef Ruf und Edwin van Dooren.
Den mussten die drei Besatzungsmitglieder erst einmal reparieren, ehe sie den Rest der Sonderprüfung angehen konnten. Dass sich das Trio trotzdem erheblich verbessern konnte, spricht für die Qualitäten von Echter und seinen Beifahrern Detlef Ruf und Edwin van Dooren.
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04.01.2007
Die Dakar-Rallye läuft sich allmähhlich warm: In der portugiesischen Hauptstadt Lissabon sind inzwischen fast alle Teilnehmer und der größte Teil des Begleittrosses eingetroffen. Für das MAN-Team stand bereits am ersten Tag die technische Abnahme der Fahrzeuge auf dem Programm.
Allerdings kam die Crew um den technischen Delegierten Fabien Calvet – der in gleicher Funktion auch die FIA Truckrace-Europameisterschaft betreut – zunächst ein wenig ins Trudeln. Gegen 16 Uhr sollten sich die MAN-Trucks laut Zeitplan zur Abnahme einfinden, doch es war weit nach 22 Uhr, als MAN Versuchsmeister Franz Echter seinen schnellen Servicetruck endlich aus dem Zelt steuern konnte. Die Crew des TGA-Dreiachsers wurde gar auf den nächsten Tag vertöstet und musste heute frühmorgens zur Inspektion antreten. Inzwischen haben alle Fahrzeuge des Teams die Freigabe erhalten, einem Start steht also nichts mehr im Weg.
Allerdings kam die Crew um den technischen Delegierten Fabien Calvet – der in gleicher Funktion auch die FIA Truckrace-Europameisterschaft betreut – zunächst ein wenig ins Trudeln. Gegen 16 Uhr sollten sich die MAN-Trucks laut Zeitplan zur Abnahme einfinden, doch es war weit nach 22 Uhr, als MAN Versuchsmeister Franz Echter seinen schnellen Servicetruck endlich aus dem Zelt steuern konnte. Die Crew des TGA-Dreiachsers wurde gar auf den nächsten Tag vertöstet und musste heute frühmorgens zur Inspektion antreten. Inzwischen haben alle Fahrzeuge des Teams die Freigabe erhalten, einem Start steht also nichts mehr im Weg.



